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Casanova - Synonym für Skandale und für die Kunst der Verführung Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 in Dux) war Sohn der Schauspielerin Giovanna Farussi, genannt „Zanetta“, und des Schauspielers Gaetano Casanova. Obwohl er in seiner Jugend Jura studierte und die Laufbahn eines Priesters einschlagen wollte, durchlebte er eine Zeit von Skandalen und Inhaftierungen. Er reiste durch ganz Europa, wo er in den adligen Salons ein gerngesehener und prominenter Gast war. Jedoch sorgte er überall für Unruhe (u.a. lauerte er in Russland Katharina der Großen auf): In Polen duellierte er sich 1766 mit dem Grafen Branicki. Er musste Polen verlassen und reiste über Wien nach Paris, wo er schon kurz darauf, auf das Geheiß des Königs, Frankreich den Rücken kehren und nach Spanien flüchten musste. Auch Spanien musste er verlassen; 1769 zog er nach Italien zurück. 1772 beendete er sein Exil und kehrte nach Venedig zurück, wo er unter anderem Theaterdirektor war. Seinen Ruhesitz fand Casanova schließlich 1785 als Bibliothekar des böhmischen Grafen Waldstein. Auf Schloss Dux begann er spätestens 1790 mit der Niederschrift seiner Memoiren in zwölf Bänden, deren erste Fassung er 1792 beendete. 1820 wurde dem Verlag F.A. Brockhaus in Leipzig das Manuskript der Memoiren angeboten, welches der Verlag schließlich 1821 erwarb. Bereits Ende des Jahres erschienen Auszüge der Memoiren in deutscher Übersetzung in der Urania. Damit wurde Casanova berühmt durch die Beschreibung seiner Flucht aus den Verliessen. Seine umfangreichen Schilderungen sind von hohem kulturhistorischem Wert, erregten jedoch in erster Linie wegen der beschriebenen frivolen erotischen Abenteuer Aufsehen. Bis heute sind die Memoiren Casanovas in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt worden (u. a. Japanisch, Arabisch und Bengalisch). In Spanien stehen seine Werke noch heute auf dem Index.
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